San Marco



Reges Treiben, Schiffe, Rufen
Ufermauer, Pflasterband,
Sonnenlicht auf weißen Stufen,
dichtes Leben, bunte Stände,
Menschen, müßig, die´s beseh´n.

Arkadenbögen, und darunter,
Menschen, die im Schatten ruh´n,
and´re, draußen, ohne Hasten,
eilen, werken, streben, tun.

Wenig Schritte, Blicke, suchend,
schon gehöre ich dazu,
trage mein Gewicht, mein Denken,
den Kai entlang,
San Marco zu.

Brückenbogen, Stufen, Wasser,
kanälequerend auf und ab,
so führt mein Weg mich durch das Drängen
das wogend, dicht, mich hier umgibt.

Weiße Säulen, Tor und Zeichen,
lenken meiner Schritte Bahn,
ich schreite durch, hin vor die Tore,
die aufsteh´n zu dem Himmels-Raum.

Was darin Augen sehend schauen,
im gold´nen Lichterschein der Kuppeln,
ist großer Glaube, Gottvertrau´n.



Klaus Gölker   ©2000   | Home |