Am Strand sein



Am Strand sein,
wie geht das doch gleich wieder?
Zunächst: sich ausbreiten,
einen Liegeplatz schaffen.
Den Sand streicheln,
bis er glatt ist.
Die feine Fülle
in den Handflächen spüren.
Lang ausgestreckt mit den Zehen
unter die Oberfläche schlüpfen.
Die Fußsohlen kühlen
im feuchten Grund.


An der Wasserlinie laufen,
den Blick zum Boden hin,
Muscheln suchen und finden.
Das Meer, das um die Füße spült,
malt unterdessen Wellenriffel.


Kinder haben, im Spiel,
Einsiedlerkrebsen
ein gemeinsames Basin gegraben.


Am Strand sein,
wie geht das doch gleich wieder?


Hingehen, die eigenen Spuren im Sand sehen,
die Farbe der Muschelschalen prüfen.
Dem Rauschen am Strand die innere Stille abgewinnen.
Sich längs in die Sonne breiten.




Klaus Gölker   ©2000   | Home |